Headless Commerce erklärt: Shopify Hydrogen vs. Shopware Frontends vs. Custom
Welche Headless-Commerce-Lösung passt zu deinem Projekt? Ein praxisnaher Vergleich von Shopify Hydrogen, Shopware Frontends und individuellen Headless-Setups.
Was ist Headless Commerce?
Headless Commerce trennt das Frontend (die Storefront) vom Backend (Shop-System, PIM, OMS). Das Backend liefert Daten über APIs, das Frontend konsumiert sie und hat volle Kontrolle über Design, Performance und User Experience. Die Frage ist: Welches Setup passt zu deinem Projekt?
Shopify Hydrogen
Hydrogen ist Shopifys offizielles React-Framework für Custom Storefronts. Es nutzt Remix unter der Haube und bietet direkten Zugang zur Storefront API. Die Stärke: Ein extrem ausgereiftes Ökosystem mit Shopify Payments, Checkout und App-Integrationen out of the box.
Vorteile:
- Integrierter Shopify Checkout – konversionsstark und PCI-konform
- Riesiges App-Ökosystem
- Hosting auf Shopify Oxygen (Edge)
- Starke internationale Payments-Integration
Shopware Frontends
Shopware Frontends ist das Vue.js-basierte Headless-Framework von Shopware. Es setzt auf Nuxt 3 und bietet Composables für alle Shop-Funktionen: Warenkorb, Checkout, Kundenkonto, Wunschlisten. Die Stärke liegt im B2B-Bereich und der Flexibilität des Backends.
Vorteile:
- Vue.js/Nuxt-Ökosystem – für Vue-Teams ideal
- Starke B2B-Features (Preislisten, Rollen, Budgets)
- Open Source – volle Kontrolle über Backend und Frontend
- DACH-Markt: Starke Community und Agenturlandschaft
Custom Headless Setup
Manchmal ist weder Hydrogen noch Shopware Frontends die richtige Wahl. Bei Multi-Backend-Setups (z.B. Shopify + Sanity + Custom ERP) oder sehr speziellen UX-Anforderungen lohnt sich ein Custom-Frontend mit Next.js oder Nuxt, das verschiedene APIs kombiniert.
Entscheidungshilfe
- Shopify Hydrogen: Wenn du bereits auf Shopify setzt und eine schnelle, konversionsstarke Storefront brauchst
- Shopware Frontends: Wenn du B2B-Features brauchst oder ein Vue.js-Team hast
- Custom: Wenn du mehrere Backends kombinierst oder maximale Flexibilität brauchst
Fazit
Es gibt keine universell beste Lösung. Die richtige Wahl hängt von deinem Team, deinen Backend-Anforderungen und deinem Budget ab. Alle drei Ansätze liefern performante, SEO-freundliche Storefronts – der Unterschied liegt im Ökosystem und der Flexibilität.
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